Domains erklärt
Die sechs Domains plus Colorless — wie sich jede spielt, wie Karten mit zwei Domains funktionieren und warum die Paarungen nicht zufällig sind.
Die Domain einer Karte entscheidet, in welche Decks sie darf. Es gibt sechs davon, dazu Colorless für Karten, die überall hineinpassen. Wer weiß, was jede Domain anstrebt, bewertet Karten deutlich schneller.
Body
Große, widerstandsfähige Einheiten, die einen fairen Kampf gewinnen wollen. Body will, dass das Spielfeld besetzt bleibt, und belohnt es, sich darauf einzulassen.
Calm
Defensive Werkzeuge, sparsamer Ressourceneinsatz und zurückgehaltene Antworten. Calm ist es recht, wenn die Partie lang wird — denn je länger sie dauert, desto besser wird die Domain.
Chaos
Effekte, die den erwarteten Ablauf eines Zuges zerbrechen. Chaos tauscht Verlässlichkeit gegen Reichweite und bestraft Gegner, die zu genau planen.
Fury
Schaden, früh und oft. Fury will die Partie beenden, bevor das gegnerische Deck läuft, und seine Karten sind auf die frühen Züge ausgelegt.
Mind
Ziehen, Graben und Lenken. Mind verbringt die frühen Züge mit Aufbau und will später den Ressourcenvorsprung haben.
Order
Verstärkungen, Zusammenspiel und Aufstellungen, die gemeinsam stärker werden. Order belohnt es, einen Plan zu bauen und ihm treu zu bleiben.
Colorless
Ohne Domain-Anforderung und damit in jedem Deck spielbar. Colorless-Karten sind das Bindegewebe des Formats, nicht seine Identität.
Karten mit zwei Domains
Manche Karten tragen zwei Domains und gehören zu beiden. Beim Deckbau sind sie flexibler, zugleich aber enger, was sie spielen kann — ein Deck muss beide Identitäten bedienen. Etwa ein Sechstel des Katalogs ist doppelt zugeordnet.
Die Paarungen sind nicht zufällig. Thematisch benachbarte Domains teilen sich viele Karten, gegensätzliche kaum eine. Die genauen Zahlen stehen auf jeder Domain-Seite — das Muster ist durchgängig, und es zeigt, welche Zwei-Domain-Decks das Spiel tatsächlich vorsieht.
Colorless ist etwas anderes
Colorless-Karten haben keine Domain-Anforderung, jedes Deck kann sie spielen. Das klingt, als müsste es sie wertvoll machen — tut es aber nicht: Sie sind mit deutlichem Abstand die günstigste Gruppe im Katalog. Es sind Hilfskarten, gedruckt in Common und Uncommon, und es gibt kaum Knappheit, die sich einpreisen ließe.
Beeinflusst die Domain den Preis?
Kaum — und nicht so, wie man erwartet. Der Durchschnittspreis je Domain liegt in einem engen Band, denn was eine Karte teuer macht — eine Signature- oder Alt-Art-Druckvariante eines beliebten Champions — verteilt sich gleichmäßig über alle Domains. Eine Domain wirkt teuer, wenn zufällig die Chase-Karten eines beliebten Champions in ihr liegen, nicht wegen der Domain selbst.

